Schilthornbahn 20XX
Kupferfassaden und Fensterbänder als prägende Elemente
Laufender Betrieb der Seilbahn, grosse Höhe und Temperaturschwankungen, Wind, Regen, Schnee und Eis. Wenig Platz auf den Installationsplätzen und die Auflage der Bauherrschaft weitgehend auf Helikoptertransporte zu verzichten. Das sind die Eckdaten des Projekts Schilthornbahn 20XX von Brügger Architekten.
Fassaden aus Kupfer und schwarze Fensterbänder prägen die weit auskragenden Fingerdocks, sie verschaffen den Gästen eine grandiose Aussicht auf die spektakuläre Bergwelt. Die weit auskragenden Docks wirken geradezu filigran, im Vergleich zu den alten, hohen Stationsgebäuden.
Der Fachplaner,
die Schnittstelle zu den Gewerken
In den Bergen, wo die Anforderungen an die Gebäudehülle gross sind, können kleine Fehler grosse Wirkung entfalten. Als Fachplaner unterstützen wir alle Gewerke mit unserem Know-How, das auf mehr als zwanzig Bahn- und Restaurant-Projekten im Hochgebirge gründet.
Wir bilden wir die Schnittstelle zu Unternehmern, Fachplanern für Bauphysik, Statik und den Seilbahnbauern von Garaventa.
Sorgfältige Planung und Unterstützung bei der Ausführung helfen allen Beteiligten, Probleme zu vermeiden. Hier erfahren Sie, welche Lösungen wir für die verschiedenen Herausforderungen gefunden haben.
Bauen unter Betrieb:
komplexe Logistik
Jeweils eine Spur je Sektion war in Betrieb, während die andere Spur abgebrochen und neu gebaut wurde. Komplette Betriebsunterbrüche mussten auf ein Minimum begrenzt werden. Taktgebend war die Planung der Bahnbauer, die anderen Gewerke mussten sich darauf einstellen. Hinzu kommt, dass die Installationsflächen klein waren. Das macht die Logistik und Ausführungsplanung anspruchsvoll und verlangt eine sorgfältige Ausschreibung und Begleitung der Arbeiten der Unternehmer.
Kupferfassade und
Aluminiumfenster
Die freitragenden Fingerdocks der Stationen kragen spektakulär weit aus, es scheint sie schweben über dem Abgrund. Umlaufende Fensterbänder und Kupferfassaden prägen die äussere Erscheinung der flachen Stationsgebäude.
Oxidation verhindern
Aufgrund unterschiedlicher Elektronegativität reagieren Kupfer und Aluminium miteinander, was zu Oxidation des unedleren Metalls führen kann. Beheizte Chromstahlrinnen oberhalb der Fenster fangen ablaufendes, kupferhaltiges Wasser auf und führen es weg, damit es nicht auf die Fensterprofile gelangt. Eine widerstandsfähige Beschichtung schützt die Fensterprofile aus Alu dauerhaft.
Klima verlangt Flexibilität
Die Stationen Birg auf 2684 m.ü.M. und Schilthorn auf 2969 m.ü.M. liegen in grosser Höhe. Die Temperaturen schwanken zwischen -20 und 10 Grad. Das verlangt von den Unternehmern grosse Flexibilität, da das Wetter den Bauablauf bestimmt. Etwa weil bis zu einem Meter Neuschnee geräumt werden muss, bevor der Zugang zu den Bauteilen möglich ist.
Mindesttemperaturen einhalten
Klebstoffe und Dichtmassen benötigen Mindesttemperaturen, damit sie verarbeitet werden können und die geforderten Eigenschaften erreicht werden. Werden die Verarbeitungstemperaturen nicht eingehalten sind Mängel vorprogrammiert. Dies führt dazu, dass die Zeitfenster für gewisse Arbeiten sehr kurz sind.
Beheizte Schiebetüren
Türen in öffentlichen Gebäuden müssen jederzeit funktionieren, besonders Flucht- und Rettungswege. Das gilt auch für die Zugänge zu den Gondeln. Ein Problem bei Feuchtigkeit und Minustemperaturen. Heizungen verhindern, dass die Türen festfrieren. Schiebetüren von Gilgen, wurde für die Bedingungen im Alpinen Raum modifiziert. Abweiser und rutschsichere Beläge verhindern Stürze und dass sich Gäste einklemmen.
Haftenberechnung Fassade
Die Kupferbleche der Fassaden und des Daches, die das Gebäude schützen, werden mittels Haften an der Unterkonstruktion aus Holz befestigt. Die Standardtools für die Haftenberechnung funktionieren nur bis 2000 Meter über Meer. Wir haben die nötigen Berechnungen durchgeführt, sie garantieren, dass die Bleche auch bei den starken Winden im Hochgebirge sicher halten.
Ihr Nutzen:
Wir haben die Kosten im Blick
Bauen im Alpinen Raum ist herausfordernd. Umso wichtiger ist es, die Kosten im Blick zu haben. Unser Ziel sind Lösungen die funktionieren und dauerhaft sind. Neben dem Bau, spielen auch Wartung und Unterhalt eine Rolle, denn sie machen oft ein vielfaches der Baukosten aus.
Dank unserer Erfahrung, wissen wir welche Lösungen Sinn machen und kosteneffizient sind. Es geht um Qualität, die langfristig funktioniert.